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Einfach Online

Wie in den vielfach Medien berichtet, kann der Austritt aus der Kirche in Kiel jetzt einfach online erfolgen. Digitalisierung hat ihre Vorzüge!

Damit keine Verwirrung entsteht – dies ist KEINE offizielle Seite der Stadt Kiel. Es ist ein satirisches Projekt. Man kann tatsächlich „online“ aus der Kirche austreten – wie das geht, das findet man auf der Seite der Stadt Kiel. So wie ich das verstanden habe, vereinbart man einen Termin für ein Online-Meeting und kann dann den Austritt im Zuge des Meetings rechtswirksam erklären. Das Ganze kostet (wenn ich das richtig gelesen habe) 20 Euro. Auch das Kunden-Feedback weiter unten ist Satire – ich hoffe das erkennt man bereits an den Namen der Leute. Aber man kann wohl nicht genug darauf hinweisen, dass das satirische Elemente sind.
Ich habe selbst viele Jahre einen „Online-Enttaufungs-Service“ angeboten – so schön mit Zertifikat und so. Ist also nicht mein erstes satirisches Projekt in diesem Umfeld. In dem Zusammenhang gab es auch einen hübschen Fön – als „professioneller Enttaufer“, den „De-Baptize-Professional“. Mittlerweile hat ein „Kollege“ von AWQ den Service übernommen. Wer Spaß an sowas hat – nur zu.

Warum Austreten

Viele Menschen reden nicht gerne offen darüber, warum sie austreten. Einige trauen sich nicht offen darüber zu reden, dass sie einfach nicht an die Kern-Dogmen der Kirche glauben. Einige sind „Folklore Christen“, die die Rituale nett finden, aber mit den Inhalten nicht wirklich etwas anfangen können. Andere geben an, wegen der Kirchensteuer austreten zu wollen.

Kirche und Moral

Wird man ein unmoralischer Mensch, wenn man aus der Kirche austritt oder ist es im Gegensatz so, dass man eigenverantwortlicher wird, wenn man sich von anachronistischen Schriften und den Versuchen zeitgenössischer Interpretationen abwendet? Die Kirchen beanspruchen doch der Hort und Vermittler unverzichtbarer Werte zu sein

Was kommt nach dem Austritt?